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Samstag, 1. September 2012

Alltagsbilder?

Kleine flinke Finger springen über die Tasten. Schmale Füße schweben über das Parkett. Grobe Hände bearbeiten Holz. Eine spitze Nase riecht an frisch gebundenen Blumensträußen. Ein blaues Auge schaut direkt in meines. Ein Sonnenstrahl bricht zwischen den Wolken durch, die in hoher Geschwindigkeit davon ziehen. Ein Kinderkopf dreht sich mit dem rechten Ohr in die Richtung, aus der Gitarrengezupfe erschallt. Eine Träne rollt dem wütenden kleinen jungen die hochrote Wange hinunter. Das kecke Auflachen einer jungen Dame bringt ihren Wegbegleiter zum Lächeln. Ein alter, graugekleideter Mann schleift sein müdes Bein hinter sich her. Ein Motor heult auf. Ein Student mit Notebook unterm Arm, rennt slalomartig zwischen den Leuten hindurch zur S-Bahn-Haltestelle. Ein Spatz pfeift aufgeregt vom Dach hinunter. Eine alte, runzelige Dame beobachtet lächelnd die spielenden Kinder auf dem Kinderkarussell. Ein grummeliger Mann im Anzug verscheucht Tauben vom Weg. Ein Junge schubst seinen Nachbarn scherzhaft zur Seite. 2 kleine Mädchen singen ein Laternenumzugslied. Eine tiefe Schiffshupe erklingt. Schwatzende Schüler bahnen sich ebenfalls ihren Weg zur Bahn. Ein Hund bellt zähnefletschend und zerrt an der Leine, als wolle er sie durchreißen um dem doppelt so großen Hund auf der anderen Straßenseite zu zeigen wessen Revier das hier ist. Es riecht nach Käse. Eine Katze macht sich schnell vom Acker. Kurzzeitig übertönt ein Flugzeug das Säuseln des Windes. Eine Verkäuferin räumt Schuhe in die Auslagen. Und eine Fliege setzt sich auf das Knie eines hübschen jungen Mädchens, das auf jemanden zu warten scheint. Menschen laufen an ihr vorbei, wie Ameisen auf dem Weg in ihren Hügel.

Und was siehst du im Alltag?

Dienstag, 8. November 2011

Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst?!


Heute möchte ich dir was sagen!
„Was denn?“ wirst du dann fragen
Weißt du sagen kann man’s leicht,
Fragt sich, ob die Wahrheit dvon abweicht…

Ich möchte nicht, dass du das denkst!
Deine Gedanken in manche Richtung lenkst.
Hast genug anderes zu Denken,
Wenig Zeit, musst sie beschränken.

Auf das was wichtig ist für dich,
und manchmal ist das schwer, das weiß ich!
Was ist wirklich Wichtig? Priorität?
Manchmal ist es viel zu schnell – zu spät!

Kopf hoch, weitermachen, du schaffst das schon!
Komm schon, wieder lachen! Greif zum Telefon,
Ich hab für dich Zeit-
zum Abfahrn bereit!
Wär ich gern.
Würd manches Entbehrn.

Doch kann ich das wirklich?
Verstehst du auch mich?
Was ist mir wichtig oder ist es zu spät?
Habe ich längst eine andre Priorität?

Ich will das nicht tun, denken, sagen,
will für dich immer wieder neues wagen,
Du denkst nicht wie ich, ich seh nicht wie du,
Hören einander doch immer gern zu,
aber wo kommt der Punkt, wo wir zu verschieden?
Der Punkt, der so oft, wie nur möglich gemieden!
Er wird zum Verhängnis,
zum Strick um den Hals
Unser beider Gefängnis,
Der Beginn des Verfalls.

Ich will zu dir laufen, dich umarmen, dich halten,
Doch ich kann, was ich auch tu, nicht schalten und walten!
Der Strick hält mich fest, zieht mich manchmal gar fort,
Und deshalb ganz ehrlich: halte ich denn mein Wort?

Halt ich es wenn ich sage: Ich bin für dich da?
Nein das wäre, ja gar wunderbar.
Doch es geht nicht, so ist es und wird es auch sein,
denn wenn wir so bleiben, so bleiben wir allein! 

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Ach hätte ich

...über ein häufiges Problem:

Ich wollte
Ich sollte
Ich müsste

Ach hätte ich
Ach wäre ich
Ach man!

Wie konnt ich nur?
Wie war ich bloß?
Wieso so dumm?

Jetzt steh ich hier
Und kann nicht mehr
Meer und Strand und Berge fehlen,
Fehlen tut mir Kraft und Mut
Mut zur Lücke
Kraft zum tun.

Samstag, 17. September 2011

Überlebenskunst

In Gedanken versunken trotz innerlicher Leere,
Chaos und doch ist es endlich mal ruhig.
Zufriedenheit, wo doch eigentlich grad Unverständnis herrscht.
- Eine Maske, für die Welt? Für mich?
Überlebenskunst.
Und dann kommt einer, der diese Maske abnehmen sollte und mein Gesicht mit diesen Farben bemalen sollte.
Wehre ich mich? Oder tut er's nicht?
Übertragbar, überdenkbar – Ich.

(16.09.2011)